Draußen wissen, was drinnen los ist

Ausführliches Wahlprogramm 2026

Das Wahlprogramm

Die Zwiebel tritt als Liste bei der Kommunalwahl in Bamberg an.
Die Zwiebel steht für Transparenz und Vielschichtigkeit.
Wir setzen uns ein für Gemeinwohl und Zivilgesellschaft.
In der Politik von Bamberg fehlt so etwas bisher.

Themen und Inhalte

Wir haben auch ein Kurzprogramm in einfacher Sprache. Hier.

Transparenz

Unsere Vision

Wir nehmen dich mit in den Stadtrat!

Kommunalpolitik betrifft uns alle, jeden Tag, und oft unbewusst. Jede:r Bürger:in hat eine Stimme, Erfahrungen, Lebensrealitäten und Perspektiven sowie wertvolles Wissen. Die Zugänge sind jedoch häufig versperrt, die Vorgänge sind undurchsichtig und unverständlich, und die Gremien sind entfremdet von der Lebenswelt der Bürger:innen. 

Aktuell hängen zu viele Entscheidungen in Bamberg an wenigen Einzelpersonen (wie beispielsweise an dem Finanzreferenten, der gleichzeitig Leiter des Immobilienmanagements, des Stiftungswesens, der städtischen Forstwirtschaft, kaufmännischer Leiter bei Bamberg Service und vieler weiterer Bereiche ist).

Wir wollen klare Regeln, damit die Politik und das Handeln der Stadt von vielen Schultern getragen und transparent kontrolliert wird.

Um das zu ändern, beziehen wir die Bamberger Stadtgesellschaft in unsere Arbeit ein, verschaffen ihr Gehör, arbeiten möglichst niedrigschwellig und sind immer offen für Ideen, neue Perspektiven und Kritik.

Außerdem bringen wir politische Entscheidungen und Vorgänge an die Öffentlichkeit, machen sie verständlich und ermöglichen so eine größere Teilhabe aller am politischen Prozess in unserer Stadt.

Wir öffnen den Informationskanal zwischen Stadtpolitik und Stadtgesellschaft, schaffen Plattformen für einen diskursiven Austausch und arbeiten politisch konstruktiv und lösungsorientiert. 

Dabei verstehen wir uns als Brücke in den Stadtrat und realisieren damit Politik, die “von unten” denkt. 

Warum das für Bamberg wichtig ist

Die Stadt verfügt bereits über Leitlinien und Angebote zur Bürger:innenbeteiligung. Diese könnten jedoch sichtbarer und systematischer eingesetzt werden.

Wir wollen eine frühzeitige und ergebnisoffene Beteiligung der Bürger:innen bei großen Projekten (Verkehr, Wohnen, Haushalt), bevor der Stadtrat entscheidet.
Diese soll beispielsweise durch Bürgerforen, Workshops oder Online-Dialoge erfolgen.

Wir wollen eine konsequente Rückmeldung: Alle Beteiligungsergebnisse sollen mit einer klaren Darstellung darüber, welche Vorschläge übernommen wurden und warum andere nicht, veröffentlicht werden.

Eine Nutzung und ein Ausbau digitaler Beteiligungsplattformen sind dringend erforderlich. Die Bamberg-App könnte dazu genutzt werden, um niedrigschwellige Rückmeldungen zu Themen wie Verkehr, Sicherheit oder Stadtplanung zu sammeln.

Besonders bei Planungen und den Finanzen wünschen wir uns eine bessere Nachvollziehbarkeit.

Wir fordern die Einführung bzw. den Ausbau eines leicht verständlichen „Haushalts für alle”, in dem der städtische Haushalt grafisch und in einfachen Worten erklärt wird. Eine Suchfunktion nach Projekten im eigenen Stadtteil sollte ebenfalls vorhanden sein.

Zudem fordern wir eine Veröffentlichung möglichst vieler Verwaltungsdaten als Open Data (z.B. Verkehrszahlen, Umweltmessungen, Förderprogramme, Projektstände), damit Initiativen und Medien diese unabhängig auswerten können.

Wie wir das erreichen wollen

  • Erfassung des Abstimmungsverhaltens der Stadtratsmitglieder sowie dessen Einsehbarkeit auch im Nachgang der Sitzungen
  • Aufbereitung der Anzahl der Anträge aus der Bürger:innenversammlung, die im Nachgang positiv umgesetzt oder negativ beschieden werden
  • Überführung der Verwaltungssprache in verständliche Formulierungen
  • Überarbeitung und bessere Strukturierung der Homepage der Stadt Bamberg
  • Erleichterte Auffindbarkeit von Terminen und Tagesordnungen von Sitzungen
  • Verlegung der Uhrzeit von Stadtratssitzungen, um große Teile der Bevölkerung nicht auszuschließen
  • Live-Übertragung und Aufzeichnung von Sitzungen zur Nachvollziehbarkeit von Debatten, Argumentationen und Abstimmungen auch für nicht teilnehmende Personen
  • Übersichtliche Darstellung und einfache Zugänglichmachung bestehender Förder- und Unterstützungsangebote der Stadt
  • Veröffentlichung kurzer, allgemein verständlicher Erläuterungen zu wichtigen Beschlüssen (getroffene Entscheidung, Begründung, verworfene Alternativen und Berücksichtigung von Bürger:innenargumenten)
  • Einrichtung einer klaren und leicht auffindbaren Transparenzseite der Stadt zur Bündelung der Regeln der Bürger:innenbeteiligung, aller Beteiligungsverfahren, der Kontaktwege und der Transparenzprojekte
  • Herstellung von Transparenz auch in nicht öffentlichen Gremien, insbesondere durch die öffentliche Einsehbarkeit von Protokollen des Ältestenrats im Nachgang
  • Sicherstellung einer Finanzpolitik auf Grundlage klarer, transparenter Regeln und demokratischer Mehrheiten statt individueller Einzelentscheidungen
  • Transparente Gestaltung der Haushaltsplanung sowie frühzeitige Vorlage des Haushaltsplans mit allen Änderungen innerhalb der Verwaltung und des Stadtrats
  • Neuordnung von Kompetenzen durch eine ausgewogene Gestaltung der Geschäftsverteilung in der Stadtspitze, insbesondere zur besseren Balance von Finanzfragen zwischen Oberbürgermeister, Finanzreferat und Stadtrat, sowie durch die Trennung von Finanzreferat und Immobilienmanagement zur Stärkung des demokratischen Aushandlungsprozesses
  • Verhinderung von Schattenhaushalten durch die transparente Darstellung von Stiftungen, Beteiligungen, städtischen Gesellschaften und großen Projekten im Haushalt sowie durch regelmäßige Berichterstattung

Klima

Unsere Vision

Wir wollen eine klimaneutrale Stadt, die für den Klimawandel gewappnet ist und Energie und Ressourcen effizient nutzt, damit Bamberg für alle lebenswert bleibt und zukunftsfähig wird. 

Warum das für Bamberg wichtig ist

Bamberg ist dicht bebaut und hat derzeit wenig grüne Flächen. Dadurch heizt sich die Stadt im Sommer stark auf, Regenwasser kann kaum versickern und flutet Keller und Straßen.

Es fehlen Schattenplätze und Orte, an denen sich Bürger:innen gerne aufhalten.

Wenn wir Energie und Rohstoffe effizienter nutzen, sparen wir nicht nur Kosten, sondern stärken auch die Unabhängigkeit unserer Stadt – wirtschaftlich und ökologisch. 

Wie wir das erreichen wollen

  • Verbindliche Berücksichtigung von Klima- und Umweltkriterien im Handeln der Stadtverwaltung bei Beschaffung, Wirtschaften und der Umsetzung kommunaler Projekte
  • Verankerung von Klimaschutz und sparsamem Ressourceneinsatz als fester Bestandteil jeder städtischen Planung
  • Reduzierung des Flächenverbrauchs und Förderung einer effizienten Flächennutzung durch Begrünung von Dächern, Höfen und Straßen, Entsiegelung versiegelter Flächen sowie Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte für Verschattung und Abkühlung
  • Begrünung und autofreie Gestaltung bestehender “Oasen” mit hoher Aufenthaltsqualität (z. B. Promenade, Schönleinsplatz)
  • Entsiegelung bestehender Parkflächen durch den Einsatz von Rasengitter, Schotterkies oder Porenpflaster sowie Vermeidung versiegelter Parkflächen bei Neubauten, unabhängig von der jeweiligen Nutzung
  • Verbot der Anlage sogenannter “Steinwüsten” als Gärten
  • Unterbindung der Ableitung von Oberflächenwasser bei gleichzeitiger Ermöglichung der Versickerung
  • Förderung der Pflanzung von Bäumen und Stauden sowie des Ausbaus vertikaler Begrünung
  • Vorantreiben einer zukunftsfähigen Energieversorgung durch den Ausbau erneuerbarer Energien unter Beteiligung der Bürger:innen
  • Förderung von Mehrwegsystemen in Gastronomie und Straßenverkauf sowie schrittweise Abschaffung von Einwegsystemen, wo dies möglich ist
  • Durchführung genauerer und transparenterer Untersuchungen zur Luftqualität sowie Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Luftsituation in Bamberg
  • Umsetzung von Bildungsprojekten und Förderprogrammen zur Sensibilisierung von Bürger:innen und Gästen für Klimaschutz sowie zur Förderung konkreter Klimaschutzmaßnahmen
  • Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden, abgestimmten Klimaschutzkonzepts unter Einbeziehung aller städtischen Handlungsfelder mit klar definierten Zielen zur Steigerung der Lebensqualität in Bamberg

Soziales

1. Kommunale Infrastrukturen

Unsere Vision

Kommunale Infrastrukturen sind die Grundlage einer gerechten Stadt. Sie ermöglichen allen Bamberger:innen Teilhabe am sozialen, kulturellen und öffentlichen Leben – unabhängig vom Einkommen. Investitionen in Schulen, Bäder, Kitas, ÖPNV und Kultureinrichtungen sichern den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Öffentliche Daseinsvorsorge ist kein Luxus, sondern Pflichtaufgabe einer solidarischen Stadt. 

Warum das für Bamberg wichtig ist?

Mit Blick auf die kommenden Jahre wird die Haushaltskonsolidierung eine zentrale Rolle spielen. Es droht, dass Sparmaßnahmen vor allem jene treffen, die ohnehin weniger haben. Der öffentliche Raum und seine Angebote gehören jedoch allen. Deshalb müssen städtische Leistungen erreichbar und bezahlbar bleiben – gerade in Zeiten steigender Preise. 

Wie wir das erreichen wollen

  • Keine Leistungskürzungen und keine Gebührenerhöhungen bei zentralen Angeboten
  • Sicherstellung eines bezahlbaren ÖPNV für alle Bevölkerungsgruppen
  • Gewährleistung niedriger Eintrittspreise für Bäder, Theater, Museen und Musikschulen sowie Prüfung solidarischer Preismodelle
  • Stärkung der sozialen Infrastruktur durch den Ausbau von Beratungsstellen, Bürgerzentren und Quartierstreffpunkten

2. Wohnen, Transparenz und lebendige Nachbarschaften

Unsere Vision

Wohnen ist ein Grundrecht. Bamberg soll eine Stadt bleiben, in der Menschen dauerhaft, bezahlbar und in stabilen Nachbarschaften leben können – ohne Verdrängung durch steigende Mieten, Investitionsruinen oder eine übermäßige Umwandlung in Ferienwohnungen.

Transparenz über Wohnungsmarkt, Sozialwohnungsbestand und leerstehende Flächen sind zentrale Voraussetzungen für eine gerechte Wohnungspolitik. 

Warum das für Bamberg wichtig ist

Bamberg leidet unter stark gestiegenen Mieten, einem schrumpfenden Bestand an Sozialwohnungen und einem deutlichen Zuwachs an Ferienwohnungen, vor allem in Altstadt und Berggebiet. Gleichzeitig blockieren brachliegende Investorenflächen dringend benötigte Entwicklungsräume.

Fehlende Transparenz und ungenutzte Potenziale gefährden Vielfalt, sozialen Zusammenhalt und die Lebendigkeit der Stadtteile. Gleichzeitig wird es Nachbarschaften durch Regelungen und mangelnde Unterstützung immer schwerer gemacht, Gemeinschaft zu stärken.

Wie wir das erreichen wollen

Ausbau des sozialen Wohnraums

  • Stärkung des städtischen Wohnungsbaus
  • Festsetzung eines Anteils von mindestens 30 % gefördertem Wohnraum in Neubaugebieten
  • Stärkung von Genossenschaften sowie transparente Gestaltung von Grundstücksvergaben

Begrenzung von Ferienwohnungen

  • Wiedereinführung und konsequente Kontrolle der Zweckentfremdungssatzung
  • Einführung eines städtischen, öffentlich einsehbaren Ferienwohnungsregisters

Aktivierung brachliegender Projekte

  • Einsatz von Baugeboten bei ausbleibender Entwicklung von Flächen durch Investoren
  • Prüfung von Vorkaufsrechten und Rückkaufoptionen
  • Ermöglichung von Zwischennutzungen für Kultur, Kreativwirtschaft und soziale Initiativen

Frühe Beteiligung der Bürger:innen

  •  Über eine digitale Beteiligungsplattform sollen frühzeitig Ideen, Hinweise und Kritik sichtbar gemacht werden

Schaffung von Transparenz – „Bamberg-Dashboard Wohnen“

  • Jährliche Veröffentlichung von Mietspiegel, Sozialwohnungsbestand, Neubauten und auslaufenden Bindungen
  • Zentrale und öffentliche Darstellung aller wohnungsmarktrelevanten Daten

Stärkung von Nachbarschaften

  • Finanzielle und organisatorische Unterstützung von Nachbarschaftsinitiativen
  • Ermöglichung des kostenlosen Ausleihens von Ausstattung für Straßen- und Nachbarschaftsfeste
  • Schaffung von Orten für Begegnung und gemeinschaftliche Stadtgestaltung

Verhinderung von Leerstand

  • Nutzung einer Zweitwohnsteuer für die Motivation von Wohnungsbesitzer:innen zur Vermietung leerstehender Wohnungen
  • Zusätzliche Erschwerung von Leerstand durch die Neuregelung der Zweckentfremdungssatzung

3. Jugendarbeit

Unsere Vision

Bamberg soll jungen Menschen beste Bedingungen bieten, um ihre Lebenswelt mitzugestalten, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Kompetenzen zu entwickeln. Eine starke, gut finanzierte Jugendarbeit ist entscheidend für eine lebendige Stadtgesellschaft – und dafür, dass junge Menschen gerne in Bamberg bleiben. 

Warum das für Bamberg wichtig ist

Die Jugendarbeitslandschaft ist zentral für Bildung, Prävention und Teilhabe. Fehlende Mittel, Konkurrenz um Globalbeträge und der Druck zur Ökonomisierung gefährden die Vielfalt und Qualität dieser Angebote. Nur eine starke, unabhängige und gut vernetzte Jugendarbeit kann Jugendliche dort erreichen, wo sie leben und sich treffen. 

Wie wir das erreichen wollen

  • Deutliche Verbesserung und verlässliche Sicherstellung der Finanzierung der offenen, mobilen und verbandlichen Jugendarbeit
  • Abkehr von der Finanzierung über Globalbeträge zur Verhinderung der Kannibalisierung von Angeboten und eines Konkurrenzkampfs um Fördermittel
  • Stärkung eines professionellen Netzwerks aus Streetwork, offenen Einrichtungen und Verbandsarbeit
  • Verzicht auf die Privatisierung zentraler sozialer Angebote sowie Sicherstellung der kommunalen Verantwortung durch die Stadt
  • Ganzheitliche Planung von Spielplätzen, mobilen Angeboten, Schulsozialarbeit und Jugendtreffs
  • Einrichtung eines Jugendbeirats zur Beratung der Stadt in allen jugendrelevanten Fragen sowie zur Möglichkeit der Einbringung eigener Anträge

4. Wohnungslosenhilfe

Unsere Vision

In Bamberg darf niemand erfrieren, und jeder Mensch muss Zugang zu einer sicheren, würdigen Unterkunft haben, sowohl tagsüber als auch nachts. 

Warum das für Bamberg wichtig ist

Die Strukturen der Wohnungslosenhilfe sind unübersichtlich und teilweise unzureichend. Die städtische Notunterkunft sorgt seit Jahren für negative Schlagzeilen und entspricht weder räumlich noch organisatorisch einem menschenwürdigen Standard. 

Wie wir das erreichen wollen

  • Schaffung einer klaren und verbindlichen Struktur sowie eines tragfähigen Konzepts der Wohnungslosenhilfe unter Einbindung aller relevanten Akteure (Sozialamt, Polizei, Notunterkunft, freie Träger)
  • Bedarfsgerechter Ausbau der Angebote sowie deren transparente Zugänglichkeit
  • Umfassende Sanierung der städtischen Notunterkunft sowie Entwicklung eines zeitgemäßen Unterbringungskonzepts

5. Schulen

Unsere Vision

Wir möchten eine vorausschauende und bedarfsgerechte Schulentwicklungsplanung in Bamberg, die sich konsequent an der Bevölkerungsentwicklung orientiert. Alle Kinder sollen unabhängig von ihrem Wohnort Zugang zu ausreichenden, modernen Schulräumen sowie zu qualitativ hochwertigem Unterricht und bedarfsgerechter Ganztagsbetreuung haben.

Durch eine flexible, fachlich fundierte und pragmatische Planung sollen die notwendigen schulischen Infrastrukturen rechtzeitig bereitgestellt und dauerhaft gesichert werden.

Warum das für Bamberg wichtig ist

Steigende Schüler:innenzahlen, insbesondere im Bamberger Osten, erfordern rechtzeitige und verlässliche Investitionen in Grund- und Mittelschulen. Eine nicht angepasste Schulplanung führt zu Raumnot, eingeschränkten Bildungsangeboten und ungleichen Bildungschancen.

Als kommunale Pflichtaufgabe ist die Sicherstellung guter Bildungsbedingungen für Kinder von der 1. bis zur 9. Jahrgangsstufe zentral für die soziale Entwicklung, die Chancengleichheit und die Zukunftsfähigkeit der Stadt Bamberg.

Eine frühzeitige und bedarfsgerechte Planung stärkt nicht nur die Bildungsqualität, sondern auch die Attraktivität Bambergs als lebenswerte Stadt für Familien.

Wie wir das erreichen wollen

  • Durchführung der seit langem erforderlichen Sanierung der Trimbergschule, einschließlich der Turnhalle
  • Umsetzung des überfälligen Ausbaus der Kapazitäten der Rupprechtschule
  • Durchführung der seit längerem notwendigen Sanierung der Graf-Stauffenberg-Schulen
  • Installation der gesetzlich vorgeschriebenen Rettungswege an der Kaulbergschule
  • Sanierung und Ausbau der baulich maroden Turnhalle der Kunigundenschule
  • Sicherstellung eines nutzbaren und pädagogisch geeigneten Außenbereichs an der Pestalozzi-Schule

6. Queer

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine Stadt Bamberg, in der queere Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation sicher, sichtbar und gleichberechtigt leben können. Dazu gehören verlässliche Unterstützungsstrukturen für queere Jugendliche, eine aktive Förderung queerer Kultur und Bildungsarbeit sowie ein konsequenter Schutz vor Diskriminierung. Bamberg soll ein Ort sein, an dem Vielfalt anerkannt, gefördert und dauerhaft strukturell abgesichert wird.

Warum das für Bamberg wichtig ist

Ein Großteil queerer Jugendlicher erlebt Diskriminierung, auch in Bayern. Fehlende Schutzräume und Unterstützungsangebote erhöhen das Risiko von Ausgrenzung, psychischer Belastung und sozialer Isolation. Als Kommune trägt Bamberg Verantwortung für den Schutz von Minderheiten und für die Förderung eines respektvollen, vielfältigen Zusammenlebens.

Die einstimmige Annahme eines Antrags in der Bürgerversammlung vom 15.5. 2025 unterstreicht den breiten gesellschaftlichen Rückhalt für eine aktive kommunale Verantwortung in diesem Bereich.

Wie wir das erreichen wollen

  • Aufbau von Unterstützungsstrukturen für queere Jugendliche, einschließlich der Einrichtung eines queeren Jugendzentrums
  • Dauerhafte Bereitstellung finanzieller Mittel zur Förderung queerer Kultur, Bildungsarbeit und zur Bekämpfung von Diskriminierung, beispielsweise in Form eines jährlichen Fonds nach dem Vorbild der Kulturförderung
  • Strukturelle und dauerhafte finanzielle Absicherung queerer Organisationen mit Sitz in Bamberg ohne Konkurrenz zu anderen Maßnahmen der Kultur- oder Vereinsförderung im städtischen Haushalt
  • Erarbeitung eines „Queeren Aktionsplans“ innerhalb eines Jahres im Dialog mit Verwaltung, Politik und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen zur Festlegung städtischer Maßnahmen zum Diskriminierungsschutz, zur Förderung von Sichtbarkeit sowie zum Abbau von Vorurteilen und zur Stärkung des kulturellen Lebens
  • Langfristige Absicherung und Ausbau von Unterkünften und Unterstützungsstrukturen für queere Geflüchtete

7. Inklusion und Teilhabe

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine inklusive Stadt Bamberg, in der alle Menschen – mit und ohne Behinderung – gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die UN-Behindertenrechtskonvention bildet dafür den verbindlichen Rahmen und macht Inklusion zum Leitprinzip kommunaler Politik. Inklusion wird dabei nicht als Sonderaufgabe verstanden, sondern als Querschnittsziel, das alle Lebensbereiche umfasst: Bildung, Arbeit, Mobilität, Wohnen, Freizeit, Kultur, Gesundheit und politische Teilhabe. Ziel ist eine Stadtgesellschaft, die Vielfalt wertschätzt, Barrieren abbaut und niemanden ausschließt.

Warum das für Bamberg wichtig ist

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Stadt Bamberg zur aktiven Umsetzung von Inklusion auf kommunaler Ebene. Als Kommune trägt Bamberg eine besondere Verantwortung, gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen und strukturelle Barrieren abzubauen. Insbesondere in den Bereichen Freizeit, Sport, Erwachsenenbildung, kulturelle Bildung und Kultur verfügt die Stadt über große Gestaltungsspielräume und ist zugleich in der Pflicht, die notwendigen finanziellen Ressourcen und Unterstützungsleistungen bereitzustellen. Eine konsequente Umsetzung der UN-BRK stärkt soziale Gerechtigkeit, demokratische Teilhabe sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und kommt der gesamten Stadtgesellschaft zugute.

Wie wir das erreichen wollen

  • Verankerung verpflichtender Barrierefreiheitsstandards bei allen Neubauten, Umbauten und städtischen Projekten
  • Ausbau eines barrierefreien öffentlichen Personennahverkehrs durch den Einsatz von Niederflurfahrzeugen, akustischen und visuellen Anzeigen sowie taktilen Leitsystemen
  • Etablierung inklusiver Bildung als Leitprinzip von der Kindertagesstätte bis zur Erwachsenenbildung
  • Sicherstellung des gleichberechtigten Zugangs von Menschen mit Behinderung zu Arbeit und Ausbildung sowie Vorbildfunktion der Stadtverwaltung und städtischer Betriebe
  • Förderung inklusiver Wohnprojekte sowie des Ausbaus barrierefreier und bezahlbarer Wohnungen
  • Sicherstellung ermäßigter Eintrittspreise für Menschen mit Behinderung ab einem Grad der Behinderung von 50 Prozent sowie freier Eintritt für Assistenzbegleitungen in allen öffentlichen städtischen Einrichtungen
  • Bereitstellung ausreichender finanzieller Ressourcen und Unterstützungsleistungen zur gleichberechtigten Teilhabe von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senior:innen mit Behinderung an Freizeit-, Sport-, Bildungs- und Kulturangeboten
  • Stärkung der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Verkehr

Unsere Vision

Wir setzen uns für eine stärkere Berücksichtigung der Belange von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen in der städtischen Verkehrsplanung ein. Dafür sollen zusätzliche finanzielle Mittel sowie innovative Planungskonzepte eingesetzt werden.

Eine ausgewogene Berücksichtigung der Interessen aller Verkehrsteilnehmer:innen erhöht die Lebensqualität in unserer Stadt. Unsere langfristige Vision für die Innenstadt ist ein autoarmer Raum.

Im Jahr 2018 haben 8.700 Bamberger:innen mit dem Radentscheid für eine Verbesserung der städtischen Radinfrastruktur gestimmt. Die konkrete Umsetzung der beschlossenen Ziele muss jedoch transparenter gestaltet und deutlich beschleunigt werden. Noch immer sind viele Wege für Radfahrer:innen unsicher, schlecht befahrbar oder nicht vorhanden.

Wir fordern eine spürbare Beschleunigung der geplanten Maßnahmen sowie die Umsetzung von Projekten, die allen Stadtteilen zugutekommen.

Warum das für Bamberg wichtig ist

Die stärkere Berücksichtigung von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen in der Verkehrsplanung erhöht die Sicherheit, Barrierefreiheit und Lebensqualität in der Stadt. Sichere und gut ausgebaute Rad- und Fußwege fördern nachhaltige Mobilität, entlasten den Autoverkehr und schützen die Umwelt.

Transparente und beschleunigte Umsetzung bestehender Beschlüsse sorgt dafür, dass Investitionen sichtbar wirken und alle Stadtteile davon profitieren.

Langfristig trägt ein autoarmer Innenstadtbereich zu einer attraktiveren, gesünderen und lebendigeren Stadt bei. 

Wie wir das erreichen wollen

  • Öffnung der Stadtverwaltung für innovative Verkehrsprojekte, z. B. „Sommerstraßen“, Pop-up-Radwege, temporäre Schulstraßen und intelligente Ampelschaltungen
  • Ausweitung von Tempo-30-Zonen
  • Erhöhung der Sicherheit vor Schulen und Kindergärten durch ausgewiesene Haltezonen während der Bring- und Abholzeiten; Schritttempo zur Reduzierung der Unfallgefahr
  • Schaffung baulich vom übrigen Verkehr getrennter Fahrradwege auf Straßen mit mehr als 30 km/h zulässiger Geschwindigkeit, die auch für Kinder und Senior:innen mühelos befahrbar sind
  • Aufbau eines Netzes aus Radwegen und Fahrradstraßen zur besseren Verbindung von Knotenpunkten und Schaffung sicherer Routen. Keine plötzliche Einmündung von Radwegen in den Autoverkehr
  • Erweiterung der „grünen Abbiegepfeile“ für Radfahrer:innen auf das gesamte Stadtgebiet
  • Logistische Veränderung und Flexibilisierung des ÖPNV, insbesondere Vereinfachung der Routenführung zwischen Stadtteilen
  • Ausbau eines bezahlbaren, einfach nutzbaren und flächendeckend angebotenen Verleihsystems für (Elektro-)Fahrräder und Lastenräder, das auch für Besucher:innen nutzbar ist und damit den innerstädtischen PKW-Verkehr entlastet
  • Verbesserung der Infrastruktur für Pendler zur Minimierung des Autoverkehrs in der Innenstadt, z. B. Parkplätze, ÖPNV, Park-and-Ride-Systeme
  • Einrichtung sicherer Überwege über stark befahrene Straßen, z. B. Weißenburger Straße, Ludwigstraße, Luitpoldstraße
  • Kennzeichnung kritischer Konfliktstellen zur Erhöhung der Sicherheit
  • Deutlichere Markierung bestehender Fahrradstraßen, z. B. im Gärtnerviertel, durch durchgängige farbige Fahrspurmarkierungen und verbesserte Beschilderung der Vorfahrtsregeln an Kreuzungen
  • Zeitnahe Umsetzung des geplanten Fahrradparkhauses am ehemaligen Atrium
  • Ausweisung der Langen Straße und der Kapuzinerstraße bis zum Markusplatz als Fahrradstraßen
  • Schaffung von Radwegen in der Brennerstraße (sichere Zufahrt zum bestehenden Fahrradparkhaus), in der Nürnberger Straße, Weißenburger Straße und Luitpoldstraße
  • Autofreie Gestaltung der zentral gelegenen, von Schatten spendenden Bäumen umgebenen nördlichen Promenade als Platz für alle
  • Umsetzung einer kleinteiligeren Lösung statt des überdimensionierten Doppelkreisels an der Geisfelder Straße zur Erhaltung der Lebensqualität im Wunderburgviertel
  • Umwidmung bestehender Parkhäuser zu „Quartiersgaragen“ zur Schaffung zusätzlicher Flächen für Fuß- und Radverkehr, Begrünung und Erholung

Kunst und Kultur

Unsere Vision

Wir setzen uns aktiv für mehr unabhängige und selbstverwaltete Räume für Kunst und Kultur in unserer Stadt ein. Auch migrantische Kunst- und Kulturschaffende brauchen angemessene Räume, um sich zu präsentieren und aktiv mitgestalten zu können.

Die Angebote sollen facettenreich, vielfältig und für alle zugänglich sein. Kunst- und Kulturschaffende müssen in ihren Projekten und ihrem Engagement unterstützt werden, dazu gehört auch die Bereitstellung leerstehender Gebäude und Räume in städtischem Besitz zu fairen Konditionen.

Wir unterstützen Strukturen und Initiativen, die sich für soziale, nachhaltige, diverse, inklusive und demokratische Themen einsetzen, und stehen für eine transparente Neuaufstellung der Vergabekriterien der Kulturförderung ein.

Warum das für Bamberg wichtig ist

Kulturell engagierte Menschen müssen sich in Bamberg repräsentiert fühlen, ihre Ideen verwirklichen können und in ihrem Engagement unterstützt werden. Bamberg muss auch für junge Menschen lebenswert sein, damit sie hier eine Zukunft für sich sehen und nicht gezwungen sind wegzuziehen.

Dafür braucht es Kunst- und Kulturangebote, die unterschiedliche Interessen abbilden und für alle Menschen zugänglich sind.

Die Inflation trifft auch die Kulturszene massiv. Bürokratische Hürden nehmen zu, während finanzielle Mittel und geeignete Räume fehlen.

Der Professionalität gewachsener kultureller Angebote (z. B. kontakt, TiG, kufa, Kurzfilmtage) wird die städtische Kulturförderung seit Langem nicht mehr gerecht. Kleinere oder neuere Projekte erhalten zu wenig Unterstützung.

Auch zeitgenössische Kunst und Kultur müssen stärker wertgeschätzt und finanziell besser gefördert werden. 

Kultur stärkt Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt, ermöglicht Teilhabe, fördert die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen und Perspektiven und trägt zu Akzeptanz bei.

Wie wir das erreichen wollen

  • Mut zur Veränderung bei der Vergabe von Räumlichkeiten sowie Vertrauen in die Arbeit langjährig engagierter Vereine, Initiativen und Einzelpersonen
  • Unterstützung der Forderung des Zusammenschlusses der freien Kulturszene nach einer angemessenen Förderung: 5 % für den Globalbetrag Kultur
  • Schaffung und Förderung unabhängiger und selbstverwalteter Orte zur dauerhaften Nutzung
  • Einrichtung eines soziokulturellen Zentrums für Begegnung, Veranstaltungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit in Bamberg
  • Freigabe städtischen Leerstands zu fairen Bedingungen an Kunst- und Kulturschaffende sowie die Realisierung des gesamten Kesselhauses als Raum für Gegenwartskunst
  • Unterstützung der Kulturszene durch die Stadtverwaltung durch verbesserten Informationsfluss und Vernetzung
  • Neuaufstellung der Kulturförderung
  • Einbindung lokaler Akteur:innen aus der Kulturszene bei der Entwicklung von Räumen und Plätzen, z. B. am Platz der Menschenrechte, am Schlachthof und an der Reithalle
  • Bereitstellung von Werbeflächen für lokale Kunst- und Kulturschaffende
  • Überarbeitung beziehungsweise Aufhebung der Auflagen für Straßenmusik
  • Aktive Unterstützung bei der Wiederbelebung der Clubkultur
  • Sicherstellung des Betriebs des inklusiven soziokulturellen Zentrums „KUFA – Kultur für Alle“ durch eine langfristige, institutionelle Förderung
  • Aufgreifen der Umbauideen durch den Stadtrat für das Kesselhaus, als Zentrum zeitgenössischer Kunst und Kultur
  • Entwicklung eines tragfähigen Konzepts für die Reithalle auf der ehemaligen Lagarde Kaserne für ein niedrigschwelliges kulturelles Nutzungskonzept, das in einem Wohngebiet funktioniert und auch die freie Kultur davon profitieren lässt
  • Wir unterstützen den Antrag des Migrantinnen- und Migrantenbeirats ein Haus der Kulturen zu installieren.

Stadtentwicklung

Unsere Vision

Vielfältige Interessenlagen und Vorstellungen treffen beim Thema Stadtentwicklung aufeinander. Umso wichtiger ist es, den Prozess städtischer Planungen offen darzulegen und gemeinschaftlich zu diskutieren. Die Ideen und Meinungen der Bürgerschaft sollen mehr Gehör finden.

Unsere Vision ist eine Stadt Bamberg, die ihr einzigartiges kulturelles Erbe bewahrt und zugleich die vorhandene Vielfalt der Stadtteile mit ihrer jeweils eigenen Atmosphäre erkennt und gestaltet. Qualitätvolle und nachhaltige Stadtentwicklungsmaßnahmen mit einem breiten Spektrum an Projekten fördern die Entfaltungsfreiheit und Lebensqualität der Bürger:innen.

Wohnen, Arbeiten, Handwerk, Kultur und Tourismus profitieren von der nachbarschaftlichen Nutzung gleicher Areale. Neben bezahlbaren Mieten brauchen wir Raum für Kultur und Begegnung.

Warum das für Bamberg wichtig ist

Der historische Baubestand unserer UNESCO-Weltkulturerbestadt bedarf einer sensiblen und denkmalgerechten Planung von Erhaltungsmaßnahmen und gestaltenden Eingriffen. Überrestaurierungen und die einseitige touristische Nutzung der Innenstadt müssen vermieden werden. Zu diesem Zweck wurde 2019 von der Stadt Bamberg die Erstellung des Welterbe-Managementplans veranlasst.

Dieser gibt Leitlinien und konkrete Maßnahmen zum Schutz, der Nutzung und Pflege sowie der nachhaltigen Stadtentwicklung vor. Fachgruppen erarbeiteten unter anderem kurz- bis mittelfristig umzusetzende Schritte zur Aufwertung des öffentlichen Raums, zur Steigerung der Verkehrssicherheit des Fußgänger- und Radverkehrs und zur „Verträglichkeit des Tourismus mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung“.

Diese Themen sind aus unserer Sicht nicht nur für das von der UNESCO geschützte Stadtzentrum, sondern für alle Gebiete der Stadt energischer anzugehen, denn hier gibt es erheblichen Entwicklungsbedarf.

Gleichzeitig benötigt die städtische Denkmalschutzbehörde eine Stärkung der personellen Kapazitäten und mehr fachliche Unterstützung bei der Beratung von Bauherren, der qualitätssichernden Begleitung privater Restaurierungsvorhaben und für die beschleunigte Abwicklung von Fördermaßnahmen. Gegenüber Großprojekten wie der Sanierung der Klosteranlage St. Michael oder Schloss Geyerswörth darf die Unterstützung kleinerer, privater Vorhaben nicht vernachlässigt werden.

Wie wir das erreichen wollen

  • Umsetzung von erarbeiteten Konzepten wie des Welterbe-Managementplans (2019) und des Konzeptpapiers „Mitte.Bamberg.2025 – Ansätze für eine zukunftsfähige Innenstadtentwicklung“ und Übersetzung in konkrete Maßnahmenplanungen
  • Einbeziehung der Bevölkerung in Gestaltungs- und Planungsthemen der Stadtentwicklung über regelmäßige Beteiligungsveranstaltungen, z.B. organisiert durch das Zentrum Welterbe Bamberg oder die Stadtteilbüros (Visualisierung von Gestaltungsvarianten, Austausch mit Verantwortlichen, Betroffenen, Kritischen und Engagierten)
  • Die Werbeanlagen- und Gestaltungssatzung der Stadt Bamberg ist veraltet und in den Gestaltungsvorgaben nicht ausreichend konkret. Hier bedarf es einer fachlich kompetenten Aktualisierung, ergänzt durch ein „Gestaltungshandbuch“ als Leitfaden und Entscheidungsgrundlage für bauliche Maßnahmen bis hin zur Welterbe-würdigen Stadtmöblierung (Bsp. Edelstahlmülleimer)
  • Häufigeres Einbinden des Stadtgestaltungsbeirates in geplante bauliche Maßnahmen (z.B. Atrium) unter zusätzlicher Beteiligung von Fachleuten aus der Denkmalpflege und Veröffentlichung der Beratungsergebnisse auf der Website der Stadt Bamberg
  • Aufstockung der personellen Besetzung der unteren Denkmalschutzbehörde von bislang 2 auf mindestens 6 Fachleute
  • Förderung der Wissensvermittlung zum Thema denkmalgerechte Instandsetzung durch Workshops zum Einsatz traditioneller Handwerkstechniken und Anwendung denkmalgerechter Materialien sowie Vorstellung praxistauglicher Lösungen in Vortragsreihen. Umsetzung in Kooperation städtischer Institutionen (Zentrum Welterbe, VHS usw.) und ortsansässiger Betriebe, die in der Denkmalpflege arbeiten (Stuckateur:innen, Maler:innen, Vergolder:innen, Restaurator:innen, Fachplaner:innen etc.)
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Universität Bamberg durch die gemeinsame Arbeit an historischen Gebäuden der Bamberger Altstadt (Kooperation Baureferat + Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT))
  • Unterstützung des Einzelhandels sowie kleiner Handwerks- und Familienbetriebe im gesamten Stadtbereich zur Erhaltung lebens- und liebenswerter Strukturen
  • Förderung der Welterbe-verträglichen Mobilität durch Entwicklung eines altstadtgerechten Verkehrskonzeptes mit Priorisierung des Fuß- und Radverkehrs und eines abgasreduzierten ÖPNVs
  • Förderung der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes, insbesondere von Häusern der nachkriegszeitlichen „Sparbauweise“, durch kostenlose Beratung von Eigentümer:innen und mehr Öffentlichkeitsarbeit (Erfahrungsaustausch der Hausbesitzer:innen)
  • Umsetzung von Projekten zur Aufwertung von Plätzen und innerstädtischem Grün und zur Erhaltung und Weiterentwicklung historisch gewachsener Naturräume in der Stadt (z.B. Uferzonen)