„Zwiebel“ verzichtet auf Wahlplakate – für Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit

Im kommenden Wahlkampf wird es keine Wahlplakate von der unabhängigen Wähler:innenvereinigung Zwiebel geben. Im Wahlkampf produziert klassische Außenwerbung wie Wahlplakate oft große Mengen an Material-, Energie- und Müllaufwand.

Wir haben uns bewusst entschieden, ohne Plakate zu arbeiten – aus ökologischen, sozialen und nachhaltigen Gründen. Die eingesparten Ressourcen investieren wir lieber in Gespräche mit Menschen, statt in Plastik an Laternen“, sagt Michi Schmitt.

Die Zwiebel werde sich daher verstärkt auf den digitalen und Haustürwahlkampf konzentrieren. Zudem trage die übermäßige Plakatwerbung oft kaum zur Meinungsbildung bei, sondern werde im Stadtbild als visuelle Belastung wahrgenommen.

Hauptsächlich geht es bei dem Verzicht auf Wahlplakate jedoch um Ressourcenschonung. Klassische Wahlplakate bestehen meist aus bedrucktem Karton oder Kunststoff (z. B. Hohlkammerfolie) und werden nach wenigen Wochen wieder entsorgt. Herstellung, Transport und Druck dieser Materialien verbrauchen Energie und fossile Rohstoffe, was CO₂-Emissionen verursacht. Auch der Einsatz von Druckfarben und Beschichtungen kann zusätzliche Umweltbelastungen auslösen.

Zudem werden nach dem Wahlkampf die Plakate wieder entfernt und entsorgt – oft ohne klare Wiederverwertung. Die Kabelbinder für die Aufhängung landen dann zum Beispiel am Adenauerufer im Grünen, das wollen wir vermeiden“, sagt Lybl Fuchs.

Auch wenn manche Materialien technisch recycelbar sind, landen die meisten Wahlplakate im Restmüll und werden verbrannt. Durch den Verzicht auf Plakate trägt die Zwiebel dazu bei, große Mengen Müll zu vermeiden. Mit der Entscheidung auf Plakatwerbung zu verzichten, setzt die Zwiebel ein konsequentes Zeichen entsprechend ihrer umweltpolitischen Ziele und zeigt, dass moderner Wahlkampf auch digital, klimafreundlich und dialogorientierter möglich ist.